1. Schlechte Wegeführung
Die Berücksichtigung des sogenannten Arbeitsdreiecks ist eines der wichtigsten Grundprinzipien bei der Küchenplanung. Um beim Kochen von möglichst kurzen Arbeitswegen zu profitieren, sollten Kühlschrank, Spüle und Herd in genau dieser Reihenfolge angeordnet und mit möglichst wenig Abstand platziert werden. Sind diese drei Stationen zu weit voneinander entfernt oder durch eine Insel getrennt, entstehen lange Wege, die im Alltag schnell stören. Optimal sind Abstände von jeweils 1,2 bis 2,5 Meter – nah genug für Effizienz, weit genug für komfortables Arbeiten zu zweit.
2. Falsche Geräteplatzierung
Ob der Backofen neben dem Kühlschrank oder der Herd direkt an der Wand: Planungsfehler wie diese passieren häufiger als gedacht. So stellt beispielweise ein Herd ohne seitliche Abstandsflächen von mindestens 40 Zentimetern eine ernstzunehmende Sicherheitsgefahr dar. Die Wärme des Backofens belastet wiederum einen unmittelbar angebrachten Kühlschrank. Spülbecken profitieren von möglichst viel Tageslicht. Daher werden sie am besten direkt unter einem Fenster platziert.
3. Zu wenig Arbeitsfläche
Einer der meistbeklagten Fehler bei der Küchenplanung ist zu wenig Platz zum Schneiden, Anrichten oder Ablegen. Besonders zwischen Herd und Spüle sollte eine freie Arbeitsfläche von mindestens 60 Zentimetern vorhanden sein. Idealerweise wird von Anfang an etwas mehr Fläche eingeplant als voraussichtlich benötigt wird. Zusätzlichen Puffer schafft eine Kücheninsel.
4. Schlechte Stauraum-Aufteilung
Viele Küchen haben zwar ausreichend Stauraum, dieser wird allerdings oft nicht optimal genutzt. So sollten Töpfe möglichst nah am Herd sein, Tassen direkt an der Kaffeemaschine und Schneidebretter griffbereit an der Arbeitsfläche. Den Stauraum nach Häufigkeit der Nutzung zu ordnen, spart zusätzlich Zeit und Nerven. Übrigens: Statt klassischer Küchenschränke mit Türen sind Schubladen deutlich praktischer. Diese geben bereits auf den ersten Blick den gesamten Inhalt frei.
5. Keine durchdachte Beleuchtung
Eine einzelne Deckenbeleuchtung reicht für eine Küche in der Regel nicht aus. Der Koch steht hierbei immer im eigenen Schatten – und auch die Arbeitsfläche wird meist kaum beleuchtet. Stattdessen besteht eine gute Küchenbeleuchtung aus verschiedenen Ebenen. Während die Deckenlampe von oben für eine solide Grundbeleuchtung sorgt, garantieren Unterbau-Leuchten direkt über der Arbeitsfläche ein optimales Arbeitslicht.
6. Falsche Maße bei Schranktiefen und -höhen
Standardküchen gehen von einer Arbeitshöhe von rund 90 Zentimeter aus. Wer sehr groß oder sehr klein ist, wird das nach wenigen Wochen schmerzhaft spüren. Auch Oberschränke werden häufig zu hoch angebracht, sodass obere Regalböden dauerhaft ungenutzt bleiben. Individuelle Maße sind kein Luxus — sie sind eine Investition in die Gesundheit. Achten Sie bei der Planung der Schränke daher auf eine ergonomische Arbeitshöhe. Um diese zu berechnen, können Sie von Ihrer Ellenbogenhöhe rund 10 bis 20 Zentimeter abziehen.
7. Vergessene oder ungünstig positionierte Steckdosen
Zu wenige oder falsch platzierte Steckdosen lassen sich nach der Installation kaum noch korrigieren. Planen Sie für jede Arbeitsfläche mindestens zwei bis drei Steckdosen sowie separate Kreise für Großgeräte wie Herd, Spülmaschine und Backofen. Kücheninseln oder Theken benötigen ebenfalls eigene Steckdosen. Für eine perfekte Optik bieten zahlreiche Hersteller auch versteckte Steckdosen an, die sich unauffällig integrieren lassen.







